Wie Autisten im Arbeitsleben benachteiligt werden

Ein herausragend guter Beitrag über die Schwierigkeiten als Autist_in im Berufsleben (dauerhaft) unterzukommen. Die Sorgen, aber auch die oft nur geringfügigen Anpassungen, die notwendig wären, um problemlos durchzukommen, ähneln sich immer wieder.

Ebenso die häufigen Empfehlungen von außen, bezüglich Offenlegung zurückhaltend zu sein. Es ist immer von Fall zu Fall verschieden. In einem IT-Beruf mag es nicht notwendig sein und man kommt auch so durch. In anderen Berufen, wo socialising im Vordergrund steht, kann ein zu vorzeitiges Outing die Jobchancen verschlechtern, aber gar kein Outing zum Jobverlust führen. Und auch nach dem Outing kann man sich nicht zurücklehnen, weil es einfach zwei Welten sind, zwei Anschauungen, zwei Denkweisen, zwei unterschiedliche Prioritäten, die aufeinander treffen. Eine Gratwanderung und ein Kampf bleibt es immer. Aber er ist mit offenen Karten leichter zu führen als ohne.

Something Autrageous

Was für eine Erleichterung, als Ende Januar dieses Jahres endlich der lang ersehnte Anruf kam. Nach all den ganzen erfolglosen Bewerbungen hatte ich endlich eine Zusage! Noch dazu in meiner alten Heimat, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Was angesichts der Tatsache, dass ich für Vorstellungsgespräche praktisch ganz Westdeutschland von Norden nach Süden bereist habe, schon irgendwie lustig ist.

Gewiss, es war nicht gerade meine Traumstelle, und irgendwie hatte ich das Gefühl, mit der Arbeit einfach nicht so richtig warm zu werden (RW). Aber schließlich war mein Vertrag auch nur auf vier Jahre befristet, und so hoffte ich, danach oder auch schon während dieser Zeit etwas Passenderes zu finden. Aber daraus wurde nun nichts.

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