Suche nach neuen Bewältigungsstrategien

linumaustria

So langsam scheine ich die Talsohle durchschritten zu haben. Ich suche jetzt nach einem Ausweg aus der ganzen Misere. Mit der Wohnung habe ich vorerst beschlossen, mit dem Jetzt zurechtzukommen und mir mit der Wohnungssuche bis Herbst Zeit zu lassen. Oberste Priorität hat die Gesundheit. Da bin ich derzeit dabei, mich einzulesen in das Thema Schuhe, Belastung, Trainingsaufbau, Dehnen und CO. Dank Masseurin und Physiotherapeut-Vortrag hab ich wertvollen Input bekommen und muss das jetzt verarbeiten und einordnen, wie mir das künftig weiterhelfen kann. Die letzten kurzen Wanderungen waren nicht von Erfolg gekrönt, obwohl sie mental Balsam waren. Die Schmerzen sind aber bereits auf kurze Strecken zu deutlich, um in den nächsten Wochen auch nur annähernd an leichte Wanderungen zu denken. Continue reading

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momentan …

gruent
Die Fotografie, das Wandern und die Entspannungsroutinen, die mit allem zusammenhängen, gehen mir gerade völlig ab.

… merk ich, wie viel im Arsch ist, wenn ich mein wichtigstes Spezialinteresse Wandern nicht ausführen kann …

Normalerweise verbringe ich die Zeit am PC, um entweder Bilder zu sortieren, Wanderberichte zu schreiben oder sitze oft stundenlang da, um neue Touren zu recherchieren. Das ist jetzt alles weggefallen. Das hab ich aber immer gebraucht, um zu entspannen, um runterzukommen, und auch als Vorfreude. Bis ich einen Plan dann tatsächlich umsetze, kostet es doch immer wieder Überwindung, speziell alleine.

Normalerweise hab ich das mit der Ernährung auch einigermaßen im Griff, weil ich die Völlereianfälle sonst nur zulasse, wenn ich davor/danach gewandert bin, also wieder die Kohlenhydriatorgien verbrannt habe. Momentan ist der Hunger gleich, aber es wird viel zu wenig verbrannt. Mit der Gewichtszunahme kommen die Bauchschmerzen um den operierten Nabelbruch zurück, die Gefahr eines Rezidivs ist mit Übergewicht ohnehin erhöht.

Normalerweise habe ich auch meine Einschlafprobleme vor Frühdiensten ganz gut im Griff, indem ich mich durch die langen Wanderungen auspowere. Das fällt derzeit völlig weg. Ich bin zwar auch erschöpft, aber eher durch chronische Müdigkeit und die Stresssituation insgesamt. Das ist nicht die “angenehme” Erschöpfung, wenn der Körper müde durch die Anstrengung ist.

Selbst meine minimalen Ziele sind momentan nicht durchführbar, weil die Schmerzen die letzten Tage wieder zugenommen haben. In dieser Situation ist entsprechend schwer, über mögliche Urlaubsziele im Spätsommer und Herbst nachzudenken. Ich habe zwar Urlaub Anfang Oktober nun fix gebucht (Wanderwoche in Nordgriechenland), aber ganz wohl bei dem Gedanken war mir nicht, weil ich nicht weiß, wie lange das jetzt dauern wird und ab wann ich überhaupt wieder anfangen kann. Aber ganz ohne Urlaub ist auch alles utopisch. Neurotypische Menschen würden jetzt alleine ans Meer fahren/fliegen, aber das ist nichts für mich. Die Organisation würde mich überfordern. Also streiche ich derzeit nur Urlaub weg, ohne Ersatz, und irgendwie auch ohne Motivation, ohne Freude in Aussicht für die nächsten Wochen. Ein gerade unlösbares Dilemma.

So eine Situation hatte ich die letzten 9 Jahre noch nie. Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.

Radio Ö1: Rückschritt in der Autismus-Aufklärung

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Ursachen, Überschneidungen und Kernsymptome von Autismus

Die Aufklärung über das Autismus-Spektrum ist in Österreich nicht weit gediegen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat noch nie den Namen (und zugleich Diagnose) Asperger gehört. Hans Asperger war Österreicher, seine Verdienste während der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der Wissenschaft und für die Autisten sind nicht unumstritten, wie neuere Recherchen und Bücher belegen. Nichtsdestotrotz hat seine Entdeckung verschiedener Formen von Autismus (“Asperger-Autismus”) dazu geführt, dass man heute vom Autismus-Spektrum spricht. Unter diesem Oberbegriff werden heute alle Autismus-Formen zusammengefasst (vorher sprach von frühkindlichem Autismus, Asperger-Autismus und atypischen Autismus).

Das Spektrum lässt sich unterschiedlich interpretieren: Unter Autisten bekannt ist die Aussage “Kennst Du einen Autisten, kennst Du genau diesen Autisten.” Das heißt: Autismus kann individuell sehr verschieden ausgeprägt sein. Die Grundsymptome sind zwar bei allen vorhanden, die Schwerpunkte aber unterschiedlich ausgeprägt. Manche Begleitsymptome sind bei dem einen gar nicht vorhanden, beim anderen sehr stark. Spektrum bedeutet aber auch, dass die Autismus-Symptome von der Tagesverfassung abhängen, von Stress, von Umweltfaktoren, ob man von Gleichgesinnten oder neurotypischen Menschen umgeben ist und vieles mehr. Ein Autist kann heute in der Lage sein, extrovertiert zu kommunizieren und am nächsten Tag nicht imstande sein, die Wohnung zu verlassen.

Beim Radiosender Ö1 gab es am 03.05.2019 in der Rubrik “Wissen” einen Kurzbeitrag über die Ursachen von Autismus:

Ein weithin unbekanntes Terrain ist auch die Krankheit Autismus. In Österreich sind Schätzungen zufolge knapp 90 000 Menschen von Autismus betroffen, exakte offizielle Zahlen gibt es nicht. Wobei Experten und Expertinnen sprechen nicht von “einer” Krankheit, sondern von der Autismus-Spektrum-Störung, ähnliche Symptome mit vielen verschiedenen Ursachen, die u.a. am Institut für Science and Technology (IST) erforscht werden.

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Entschleunigungsprogramm

Für Fußmarode und Fotografie-Begeisterte …
Museen und Tiergärten: 
  • Haus des Meeres
  • Tiergarten Schönbrunn
  • Römermuseum am Hohen Markt
  • Schloß Neugebäude (73A ab Simmering U3)
Friedhöfe und Parks:
  • Praterauen (Endstation 1, U2 bis Stadlau, S80 bis Praterkai)
  • Zentralfriedhof (71)
  • St. Marx (Litfaßstr., 71)
  • Wienerberg (Endstation 1)
Historisch bedeutsame Städte und Orte
  • Znaim (Umsteigen Praterstern)
  • Eggenburg (stdl. ab Franz-Josef-Bahnhof, 1h Fahrtzeit)
  • Zwettl (7.05-9.08, 8.05-10.35, Umsteigen Krems, mit Bus 1420 weiter nach Gmünd, von dort mit Zug zurück – Zugausflug)
  • Petronell-Carnuntum
  • Pulkau (nur Auto)
Historisch bedeutsame Kirchen:
  • Lanzendorf
  • Hennersdorf (S60), Ebreichsdorf etc.
Leichte Wanderungen
  • Horn/Breiteneich (kleine Wanderung, F-J-Bahnhof)
  • Horn – Taffatal bis Rosenburg
  • Rosenburg (Kamptal, Kampschleife)
  • Hagenbachklamm
  • Naturpark Föhrenhain
  • Maria Ellend – Regelbrunn/Wildungsmauer (nur, wenn Pegelstand/Donau > 300m in Wildungsmauer)

Mit dem Fahrrad:

  • Praterauen
  • Lobau

Botanisch interessant:

  • Bisamberg (Stammersdorf, Strebersdorf)
  • Hundsheimer Berge
  • Ulrichskirchen (S2, ’27 ab Praterstern) – Riedenthal-Wartberg (botanisch bedeutsam) – Wolkersdorf
  • Lobau (U2-Donaustadtbrücke, 92B bis Lobgrundstraße)

weitere Ideen folgen …

Wie geht’s weiter …?

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Uralte Eichen am Johannser Kogel im Lainzer Tiergarten, Wien

Nach dem Marathon der letzten Wochen kommen jetzt ruhigere Zeiten auf mich zu: Ich habe ein paar Tage frei zwischen den Diensten und kann mich besser erholen. Übermorgen bin ich beim Orthopäden und erfahre dann hoffentlich positive Neuigkeiten. Seit dem MRT-Befund vor 9 Tagen hab ich bis auf einen 9,4km langen Spaziergang vorgestern im Lainzer Tiergarten (mit häufigem Stehenbleiben) keine Wanderung mehr gemacht. Zugegebenermaßen macht mich das allmählich unrund. Ich war es vorher gewöhnt, mindestens alle 5-7 Tage eine Wanderung zu machen. Beim Wandern kann ich am besten Stress abbauen und Dinge durchdenken. Das war die letzten Wochen überhaupt nicht möglich. Immerhin habe ich seit einigen Tagen keine akuten Schmerzen mehr, auch nicht nach längerem Gehen. Ich werte das als gutes Zeichen. Übertreiben darf ich aber nicht sofort wieder, sondern muss jetzt vor allem abwarten, ob ich Einlagen bekomme und dann wieder Sport treiben darf. Continue reading