Hürdenlauf

descent
Boeing 747 im Landeanflug auf Frankfurt-Flughafen

Wie im vergangenen Beitrag berichtet, stand eine Dienstreise bevor. Die Teilnehmer waren mir durchwegs sympathisch, es haben sich nette Kontakte ergeben, die Vorträge waren interessant und ich hab vieles Neues erfahren. Die Begleitumstände waren am Anfang holprig und am Ende ging mir etwas die Energie aus. Dennoch ziehe ich ein positives Fazit und hoffe auf eine Wiederholung in den nächsten Jahren. Continue reading

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Stress: Dienstreise mit Autismus

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Blick vom Flugzeug auf die Berchtesgadener Alpen (v.l.n.r.: Königssee, Watzmann, Hochkalter)

Kommende Woche steht meine erste längere Dienstreise (> 3 Tage) seit fünf Jahren bevor, wenn man von Ausbildungsreisen absieht (da war ich 2016 mal 10 Tage in Innsbruck). Dieses Mal sind die Vorzeichen etwas anders und das sorgt zugegebenermaßen für ein wenig Nervosität bei mir. Denn der Autismus begleitet mich , den kann ich nicht zuhause lassen. Continue reading

Für einen Autisten hätte ich Dich nie gehalten …

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Schneeschuhwandern

Nicht selten sorgen meine Coming Outs für Erstaunen, manchmal auch für skeptisches Stirnrunzeln. Du bist Autist? Nicht wirklich, oder? Also für mich bist Du ganz normal. Das hängt stark davon, in welchem Umfeld man mich kennenlernt, ob es eine einzelne Begegnung bleibt oder ob man mehrere Tage zusammen ist und wie sich meine Tagesverfassung dabei entwickelt. In einem kürzlichen Twitter-Thread wurde anschaulich aufgezeigt, welchen Stellenwert die Bewegung (Sport) für manche Autisten hat: Überfordernde Umgebungsreize, aber auch Überforderung und mentaler bzw. emotionaler Stress führen dazu, dass man irgendwann am Limit ist und keine Energie mehr hat, sich der Situation länger auszusetzen. Was das @trampeleinhorn nun empfiehlt:

“Je nach persönlicher Veranlagung kann es also sinnvoll sein, Kartons zu treten, zu schreien/laut zu singen, Dinge zu werfen, einfach rauszulassen, was gerade im Kopf geschimpft wird für “fight”, oder zu springen, zügig zu gehen/laufen, sich zu bewegen für “flight”. Damit lässt sich […] verhindern, dass sich die Stressreaktionen sowohl energetisch als auch betreffend der Nebeneffekte kumulieren.”

Genau diese Rolle erfüllt bei mir das Wandern und Bergsteigen. Continue reading

Wien 2019

Luftbild Wien (by me)
Luftbild Wien im Dezember 2010, ganz rechts in Bildmitte der Flughafen Schwechat

Die Rückkehr nach Wien deutet sich jetzt für das zweite Quartal 2019 an, d.h., ich hab genügend Zeit für die Wohnungssuche und kann einige Fehler vermeiden. Seit meinem Auszug aus dem Elternhaus 2003 ist es die siebte Übersiedlung. Leicht wird es auch trotz der großen Zeitspanne, die mir noch bleibt, nicht, denn nebenher arbeite ich ja auch noch Vollzeit. Es gilt also, einen realistischen Zeitplan aufzustellen, sodass ich hier Stressfaktoren von vorneherein vermeiden kann. Continue reading

In eigener Sache: Interview mit MiMa

Heute hat Indre Zetsche ein Interview mit mir auf ihrem Blog “MiMa (M)eine Art Gesellschaftsmagazin” veröffentlicht:

https://m-i-ma.de/2018/04/16/gefuehle-sind-ein-minenfeld-im-gespraech-mit-felix-w-autistenbloggen/

Indre Zetsche (*1972) hat Kulturwissenschaften studiert und einige Jahre freiberuflich als Autorin und Kulturmanagerin gearbeitet. Seit 2004 ist sie bei der Kommunikationsberatung tätig und nebenher Referentin, Rednerin und Moderatorin. Sie lebt in Berlin und ist Mutter zweier Kinder.

Ich freue mich sehr, dass sie meinen Blog gelesen hat und an mich herangetreten ist. Die Fragen haben mich sofort positiv angesprochen und darin bestärkt, vieles offen anzusprechen. Vielen Dank nochmals, Indre!