Wiederholte Entfremdungen

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Meine Strategie, die regelmäßigen Übersiedlungen in andere Städte zu überstehen, ist so simpel wie in gewisser Weise vorbildlich autistisch: Ich nehme eine “schwarz-weiß”-Perspektive ein und verteufle meinen aktuellen Wohnort und hebe den künftigen in den Himmel. So fielen mir die Abschiede in der Vergangenheit leichter. Jetzt steht erstmals in meinem Leben eine Rückkehr an, sonst zog ich wie die Heuschrecken von einem Ort zum nächsten, auf der Suche nach einem Platz zum Sesshaft werden. Ob sich der alte neue Wohnort als derjenige erweisen wird, wo ich bleiben möchte, hängt leider nicht mehr alleine von meinem Willen ab, sondern welche gesetzlichen Schikanen sich die amtierende rechtsradikale Regierung in Österreich künftig noch einfallen lassen wird. Continue reading

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Wien 2019

Luftbild Wien (by me)
Luftbild Wien im Dezember 2010, ganz rechts in Bildmitte der Flughafen Schwechat

Die Rückkehr nach Wien deutet sich jetzt für das zweite Quartal 2019 an, d.h., ich hab genügend Zeit für die Wohnungssuche und kann einige Fehler vermeiden. Seit meinem Auszug aus dem Elternhaus 2003 ist es die siebte Übersiedlung. Leicht wird es auch trotz der großen Zeitspanne, die mir noch bleibt, nicht, denn nebenher arbeite ich ja auch noch Vollzeit. Es gilt also, einen realistischen Zeitplan aufzustellen, sodass ich hier Stressfaktoren von vorneherein vermeiden kann. Continue reading

Übersiedlung geglückt: ein Rückblick

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Geiereck (1805m, Untersberg) mit Bannerwolke (starker Westwind streicht über den Gipfel, erzeugt im Lee Unterdruck, dadurch aufsteigender Luftstrom mit Hebungskondensation und Wolkenbildung)

Die letzten Wochen war unglaublich anstrengend: Prüfungen, Wohnungsübergabe neu, erste Dienste, Gerümpel einpacken, Übersiedlung und Wohnungsübergabe alt und alles wieder einräumen. Die körperliche Anstrengung war weniger eine Herausforderung als die mentale. Viel direkter Kontakt war notwendig, viele Telefongespräche. In Summe eine der schwierigsten Phasen in meinem Leben. Die vergangenen Umzüge (ich hatte derer schon fünf innerhalb 14 Jahren) waren alle unter günstigeren Umständen, entweder mit Unterstützung durch die Familie oder innerhalb des Wohnorts. Jetzt hatte ich zwar familiäre Unterstützung beim Umzug selbst, aber die Vorbereitung lief vollständig über mich. Neben Prüfungsvorbereitungen und neue Wohnung dingfest machen.

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