Wie wichtig sind Routinen?

Mich heilt nur die Natur

Das ist die veränderte Version des geschützten vorherigen Beitrags. Auch beim Schreiben entstehen bisweilen neue Ideen und Perspektiven.

Die übliche Reaktion auf die Kundmachung depressiver Verstimmungen ist die Empfehlung, “unter die Leute zu gehen!” bzw. “rauszugehen.” Dabei erleben viele Autisten meist eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch nach mehr Sozialkontakten und der gleichzeitigen Erschöpfung nach sozialen Aktivitäten. Diese sind selten den autistischen Bedürfnissen angepasst. Die Anfahrt kann bereits energieraubend sein, das Lokal hellhörig und laut, Stimmengewirr, klapperndes Geschirr, Verkehrslärm, Zigarettenrauch. Auch größere Gruppen sind anstrengend, wenn man mehrere Gespräche gleichzeitig hört. Für viele Autisten ist das eigene Zimmer oder die eigene Wohnung ein heiliges Refugium, ein wichtiger Rückzugsort, nach den eigenen Bedürfnissen eingerichtet. Abgeschirmt (bestenfalls) von Umgebungslärm, das Gegenteil von Menschenmassen in der Stadt und überfüllten Öffis. Continue reading

Advertisements

Strategien gegen den Stress gesucht

3
Genuss wird schnell bestraft

Stress schlägt mir auf den Magen. Ich vermute inzwischen eine Histaminunverträglichkeit, die sich aufgrunddessen in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat. Sie wird rasch besser, wenn ich abschalten oder mich bewegen kann, also in vor allem auf meinen Tagestouren oder in meinen Wanderurlauben. In längeren Phasen, wo ich nicht auf meine Entspannungsroutinen zurückgreifen kann, verschlimmern sich die Beschwerden. Zu laut darf man das nicht dem Stress natürlich nicht sagen, weil hohe Belastbarkeit für jede Arbeit Voraussetzung ist. Wobei mir die Arbeit momentan an sich auch keinen Stress macht, dafür hat sich zum Glück genügend Routine eingestellt. Viel stressiger ist hingegen der Alltag.

Continue reading