Auf sich achten: Weniger ist mehr.

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Ausblick vom “Häuserl am Roan” auf Wien, im Hintergrund das Leithagebirge mit flacher Dunstschicht davor.

Es ist schon eigenartig, das Thema Sozialkontakte. Zwischen der 24-Stunden-Wanderung Mitte Juni und der mehrtägigen Hüttenwanderung Ende Juli hatte ich Null (tiefsinnigere) Sozialkontakte, abgesehen von den Kontakten mit den Arbeitskollegen und zwei Terminen mit meinem Psychologen. Das war echt zach. An den wenigen, an einer Hand abzählbaren Tagen mit Sozialkontakten in Salzburg gelingt es mir sogar, der Stadt Positives abzugewinnen. Doch sind die Tage so in der Minderheit, dass die negativen Gefühle meinem jetzigen Wohnort gegenüber überwiegen. Einsamkeit macht depressiv, pessimistisch. Die politische Stimmung im Land fungiert als Verstärker von Weltuntergangsgefühlen, von Perspektivlosigkeit, Zukunftsängsten, Ohnmachtsempfinden. Continue reading

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Kompromisse

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Ganz verlassen konnte ich Twitter dann doch nicht. Ich entschied mich jedoch zu einer rigorosen Maßnahme: Ich deinstallierte die App vom Handy. Auf diese Weise kann ich unterwegs nicht nachschauen, sondern erst nach Feierabend oder nach der Wanderung. Zurück zu analogen Zeiten – immerhin benutzte ich Twitter von 2012 bis 2015 an einem, was man heute analogen Handy nennt, Klapphandy. Das ging mäßig zufriedenstellend, deswegen interagierte ich mehr vom Computer aus mit, was dann zu lange Computerzeiten mit sich brachte. Mein letzter Eintrag zu Licht ins Dunkel fasst meinen Weltschmerz gut zusammen – zum Zweck meiner Katharsis beschäftigte ich mich intensiv mit dem, was mir Angst machte, und kann nun nicht mehr überrascht werden. Das, was sonst so über die Timeline flattert, verdränge ich derzeit – ich lese nicht viel davon, sondern tue das, was ich monatelang immer weniger konnte: Ausblenden. Continue reading