Schlafstörungen

Bei Lehnhardt et al. (2013) werden unter den Begleitsymptomen für Autismus u.a. Schlafstörungen mit (je nach Literatur) 30 bis 88 % Häufigkeit genannt. Nun treten Schlafstörungen nicht nur bei Autisten, sondern generell recht häufig auf. Es wird auch vermutet, dass Schlafstörungen nicht nur ein Symptom, sondern auch die Ursache für viele psychiatrische Erkrankungen sind. Schlechter Schlaf verschlimmert Depressionen, sorgt für verstärkte Reizoffenheit, beeinträchtigt die Entscheidungsfähigkeit und die Interaktion mit anderen Menschen. Ängste verstärken sich und die allgemeine Anspannung nimmt zu.

Zu Schlafstörungen bei Autisten gibt es aus den vergangen zwei Jahrzehnten einige Forschungsergebnisse. So wurde ein Zusammenhang zwischen niedriger Schlafqualität und verringerten kognitiven Leistungen bei erwachsenen Autisten nachgewiesen (Limoges et al., 2013), gehäuftes Auftreten von Schlaflosigkeit und Schlafstörungen gibt es bei allen Altersgruppen und Autismus-Subtypen (gemäß ICD-10 und DSM-IV). Continue reading

Internet: Segen oder Fluch?

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Diesen Text kann man im Kontext von Autismus sehen, muss aber nicht so sein. Ich schrieb bereits im Jänner 2010 in einem 11-seitigen Essay über Vorzüge und Gefahren des Internets. Gefahren und Nachteile kann man ebenso im Licht des negativ konnotierten Kulturpessimismus sehen, aber auch als hinzunehmenden Umstand sehen, wie ihn jede technische Neuerung mit sich bringt. Ich halte nichts von Panikmache und Polemik, zu der sich Manfred Spitzer in seinen Bestsellern über den Niedergang der Kultur durch die digitale Revolution versteigt. Ich kenne die Gefahren, aber auch die Vorzüge und trage in nachfolgendem Text meine Gedanken zusammen:

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