Sichtbarkeit von Autismus ist kontextabhängig

7
Kommunikation ist für mich häufig ein Drahtseilakt (trotz gelungener Metaphern …)

Ich hatte gestern ein sehr anregendes Gespräch über Autismus und Barrieren im Alltag mit der Buchhändlerin meines Vertrauens in Wien. Um die Mittagszeit war gerade wenig los im Buchladen. Der Straßenlärm war von der Eingangsfront gut abgeschirmt, keine störende Hintergrundmusik. Den Verkäufer zu kennen, das macht den großen Unterschied für mich. Hier kommt ebenso wie beim Bergsportladen meines Vertrauens hinzu, dass ich durch die Glasfront erkennen kann, ob die mir bekannte Person im Laden ist. Dann trau ich mich reinzugehen. Nur so bin ich in der Lage, in kleinere Geschäfte zu gehen. Continue reading

Advertisements

Raucher

smoke

Ich habe gewisse Hemmungen, darüber zu schreiben. In meinem Freundeskreis sind Raucher, großteils rücksichtsvolle Menschen, die wissen, dass ich Nichtraucher bin und empfindlich auf Rauch reagiere. Trotzdem bin ich mit meinen Bedürfnissen oft in der Minderheit, wenn es um die Wahl des Lokals und die Rauchmöglichkeiten geht. Das Problem ist ein grundsätzliches: Wenn ein Aschenbecher auf dem Tisch steht, darf geraucht werden, völlig egal, ob Nichtraucher anwesend sind. Der Raucher kommt immer zuerst, der Nichtraucher muss den Rauch ertragen. Continue reading

Auf sich achten: Weniger ist mehr.

10
Ausblick vom “Häuserl am Roan” auf Wien, im Hintergrund das Leithagebirge mit flacher Dunstschicht davor.

Es ist schon eigenartig, das Thema Sozialkontakte. Zwischen der 24-Stunden-Wanderung Mitte Juni und der mehrtägigen Hüttenwanderung Ende Juli hatte ich Null (tiefsinnigere) Sozialkontakte, abgesehen von den Kontakten mit den Arbeitskollegen und zwei Terminen mit meinem Psychologen. Das war echt zach. An den wenigen, an einer Hand abzählbaren Tagen mit Sozialkontakten in Salzburg gelingt es mir sogar, der Stadt Positives abzugewinnen. Doch sind die Tage so in der Minderheit, dass die negativen Gefühle meinem jetzigen Wohnort gegenüber überwiegen. Einsamkeit macht depressiv, pessimistisch. Die politische Stimmung im Land fungiert als Verstärker von Weltuntergangsgefühlen, von Perspektivlosigkeit, Zukunftsängsten, Ohnmachtsempfinden. Continue reading