Entschleunigungsprogramm

Für Fußmarode und Fotografie-Begeisterte …
Museen und Tiergärten: 
  • Römermuseum am Hohen Markt
Friedhöfe und Parks:
  • Praterauen (Endstation 1, U2 bis Stadlau, S80 bis Praterkai)
  • Zentralfriedhof (71)
  • St. Marx (Litfaßstr., 71)
  • Wienerberg (Endstation 1)
Historisch bedeutsame Städte und Orte
  • Znaim (Umsteigen Praterstern, Rad)
  • Zwettl (7.05-9.08, 8.05-10.35, Umsteigen Krems, mit Bus 1420 weiter nach Gmünd, von dort mit Zug zurück – Zugausflug)
  • Petronell-Carnuntum
Historisch bedeutsame Kirchen:
  • Lanzendorf
  • Hennersdorf (S60), Ebreichsdorf etc.
Leichte Wanderungen
  • Naturpark Föhrenhain
  • Maria Ellend – Regelbrunn/Wildungsmauer (nur, wenn Pegelstand/Donau > 300cm in Wildungsmauer)

Mit dem Fahrrad:

  • Praterauen
  • Lobau
  • Kamptal (Rosenburg – Krems)

Botanisch interessant:

  • Bisamberg (Stammersdorf, Strebersdorf)
  • Hundsheimer Berge
  • Ulrichskirchen (S2, ’27 ab Praterstern) – Riedenthal-Wartberg (botanisch bedeutsam) – Wolkersdorf
  • Lobau (U2-Donaustadtbrücke, 92B bis Lobgrundstraße)

weitere Ideen folgen …

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Wie geht’s weiter …?

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Uralte Eichen am Johannser Kogel im Lainzer Tiergarten, Wien

Nach dem Marathon der letzten Wochen kommen jetzt ruhigere Zeiten auf mich zu: Ich habe ein paar Tage frei zwischen den Diensten und kann mich besser erholen. Übermorgen bin ich beim Orthopäden und erfahre dann hoffentlich positive Neuigkeiten. Seit dem MRT-Befund vor 9 Tagen hab ich bis auf einen 9,4km langen Spaziergang vorgestern im Lainzer Tiergarten (mit häufigem Stehenbleiben) keine Wanderung mehr gemacht. Zugegebenermaßen macht mich das allmählich unrund. Ich war es vorher gewöhnt, mindestens alle 5-7 Tage eine Wanderung zu machen. Beim Wandern kann ich am besten Stress abbauen und Dinge durchdenken. Das war die letzten Wochen überhaupt nicht möglich. Immerhin habe ich seit einigen Tagen keine akuten Schmerzen mehr, auch nicht nach längerem Gehen. Ich werte das als gutes Zeichen. Übertreiben darf ich aber nicht sofort wieder, sondern muss jetzt vor allem abwarten, ob ich Einlagen bekomme und dann wieder Sport treiben darf. Continue reading

warum…

…hab ich immer so ein sagenhaftes Pech mit Wohnungen …

Erstes Zimmer in Innsbruck, gestörte Vermieter, spionierten ständig hinterher, Mails und Anrufe wegen drei Fusseln vor der Waschmaschine. Dusche damals im Keller, Klo am Gang. Meldeten dann Eigenbedarf an, war aber nur die Frau, der Mann musste sich beugen.

Erste Garconniere in Innsbruck, Wände aus Papier. Nebenan jemand, der ständig ins Telefon brüllte, gegenüber ein Kindergarten, schräg gegenüber ein Studetenheim, wo jeden Sommer die Amerikaner sich bis zur Besinnungslosigkeit betranken. Außerdem Schlägereien direkt vor meinem Fenster. Wasserrrohre völlig korrodiert, Klos mehrfach verstopft.

WG in Wien. Keine gute Kombination aus Freund des Vermieters zugleich Chef der Firma. Hatte ein 12 qm Zimmer, der WG-Kollege breitete sich in der restlichen Wohnung aus, kein gemeinsam, sondern ich eher ein lästiges Anhängsel. Wohnung kostete 800, hat von mir 350 verlangt, obwohl ich gerade mal ein Fünftel der Wohnung nutzen konnte.

Wohnung in Ottakring. Wände wieder aus Papier. Betrunkener Arbeiter, ständig sehr laut, direkt unter mir. Schlafzimmer straßenseitig, immer die Nachtschwärmer zwischen Ottakringer und Thaliastraße. Starker Verkehrslärm. Polizei war damals mehrfach im Haus wegen dem Betrunkenen, der auch mal nachts um halb zwei am geöffneten Küchenfenster saß, kochte, rauchte und sich dabei laut unterhielt. An Fenster öffnen im Sommer war oft nicht zu denken, zumindest hatte ich Klimaanlage.

Wohnung in Salzburg, eh schon wissen, handwerkender Pensionist zwei Jahre durch, vom Vermieter und Makler übers Ohr gehauen.

Wohnung in Wien. Im November besichtigt, einen Tag vor meiner Nabelbruch-OP. Das war wohl der Fehler. Zu wenig Bedenkzeit, OP-bedingt keine Möglichkeit, später nochmal zu besichtigen. Vormieter sagten, es sei ruhig, man höre höchstens die Nachbarn am Balkon und über den Lüftungsschacht im Bad/WC. Was sie leider nicht sagten, war, dass man den Trittschall extrem hört. Ich hatte mir extra eine lange Liste geschrieben, worauf ich achten muss beim Einzug. Laminatböden-Dämmung und auf die Wohnung unter mir achten waren nicht dabei.

Bis auf die Garconniere in Innsbruck ist allen Wohnungsbezügen gemein, dass ich nie weitere Wohnungen anschaute, oft zeitbedingt, manchmal entfernungsbedingt und, schon lange, bevor ich die Diagnose hatte, waren Besichtigungen für mich enorm anstrengend.

Gut, in Wien sah ich mir damals vor dem Umzug nach Ottakring eine Wohnung in Neubau an, Massenbesichtigung. Gleich mal den ersten Fehler gemacht, weil ich meine Schuhe nicht sofort auszug. Belehrung von der Vermieterin wie von einer strengen Internatslehrerin. Und dann kamen zur angegebenen, eh schon überteuerten Miete, noch 80 Euro Strom extra dazu. Einer sagte sofort, er nimmt sie, mir war sie viel zu teuer.

Besichtigungen alleine sind too much information. Ich kann nicht gleichzeitig Makler/Vermieter/Vormietern zuhören, akustische Informationen aufnehmen/gewichten und auf alle Details in der Wohnung achten. Soviel Zeit bleibt oft auch gar nicht. Bei Massenbesichtigungen ist das Gefühl wie bei Bewerbung im Job, wo man einen besten Eindruck hinterlassen muss. Ich fühle mich eh schon unwohl, wenn ich bewertet werde, wie ich mich gebe, aber ich trete dann auch besonders gerne in Fettnäpfchen, wie etwa Schuhe nicht ausziehen, weil ich völlig überreizt bin in so einem Moment.

Mich ärgert gerade sehr vieles… Die Nabelbruch-OP bewusst im November, damit ich im Frühjahr wieder wandern/bouldern kann. Beides kann ich jetzt so, wie ich es die letzten 8 Jahre betrieben habe, die nächsten Monate vergessen. Ich hab ab dem Zeitpunkt, wo ich die Wohnung zusagte (4.11.) naturgemäß nicht mehr gesucht. Es sind jetzt Monate vergangen, wo ich meinen ursprünglichen Plan, einen Makler beauftragen, der für mich sucht, sehr wohl hätte umsetzen können. Mitte Februar und März hab ich bei den Erledigungen in der Wohnung und Dienstreisen in Wien das Hotel der Übernachtung in einer komplett leeren Wohnung vorgezogen. Ziemlich sicher wäre mir damals schon der starke Trittschall von unten aufgefallen. Ob mir diese Erkenntnis etwas genützt hätte, wäre eine andere Frage gewesen.

Jetzt hab ich den für mich persönlichen Tiefpunkt erreicht. Ich kann den Stress nicht wegbouldern oder meine langen Märsche machen, die oft dafür sorgen, dass ich wieder einen klaren Kopf bekomme. Beim Wandern kann ich am besten denken und neue Ideen entwickeln und Rückschläge auch am besten verarbeiten. Das geht gerade nicht.

Oberste Priorität für eine gelungene Rückkehr nach Wien hatte die RUHIGE Wohnung als Rückzugsort. Ich kann meine erhöhte Reizempfindlichkeit durch Asperger nicht ausblenden, darauf muss ich Rücksicht nehmen, dazu muss die Wohnung passen, auch wenn ich dafür ein Drittel mehr zahlen muss als nichtautistische Menschen. Ich hatte schon in Salzburg gemerkt, dass mich die 12-Stunden-Dienste mehr anstrengten und ich häufiger daheim blieb und nichts machte, um mich zu erholen. Ich wusste von Beginn an, dass es in Wien eher noch fordernder sein würde und der Rückzugsort Wohnung noch wichtiger. Jetzt kann ich wieder von vorne anfangen. Kann die erst abgeschlossenen Verträge wieder kündigen, muss schauen, dass ich meine neuen Möbel auch in die nächste Wohnung mitziehen kann samt Teppichen. Und die Wohnung muss passen, kein weiterer Fehltritt wird verziehen. Meine Gesundheit wirds nicht verzeihen.

Und es ist frustrierend, weil der Job passt (hier lesen auch Kollegen mit, aber deswegen höre ich nicht auf über das Leben mit Autismus zu schreiben). Mir taugt die neue Arbeit, die Kollegen sind alle hilfsbereit und ich komme gut zurecht. Mir taugt auch sehr, dass ich nicht alleine im Dienst bin. Das waren ja von Beginn an Bedenken, ich wäre nicht teamfähig wegen Asperger. Aber es ist das Gegenteil der Fall. Ich schätze den Input von Kollegen sehr. Der Austausch ist wichtig. Ich hab auch viele Gesundheitsangebote vor Ort, die ich in Salzburg nicht hatte. Massagen, Sehtest, Vorsorgeuntersuchungen, ein großes Gesundheitszentrum nebenan mit kurzen Wartezeiten. Es passt und es frustriert, weil die restlichen Umstände gerade nicht passen. Und ich es wieder nicht geschafft habe, beim wichtigsten Faktor Wohnen die richtige Entscheidung zu treffen. Ich bin jetzt in Wien angekommen, lebe aber den Alltag wieder aus dem Koffer. Ich kann die Wohnung nicht weiter einrichten und nicht zur Ruhe kommen. Alle freien Tage in den nächsten Wochen sind verplant. Letzte Nacht hab ich wenigstens mal acht Stunden geschlafen, daher kann ich jetzt diesen Blogtext verfassen und dabei einigermaßen gefasst klingen.

aktueller stand

ich komme derzeit einfach nicht zum bloggen.

** die Bosekopfhörer konnte ich gestern endlich abholen, erster Eindruck ist mal positiv

** ob die Nachbarn gestern leiser waren als vorgestern kann ich nicht beurteilen, weil ich am Abend unterwegs war

** heute MRT/Röntgen vom Fuß, dann entscheidet sich weiter, wie es mit der Einlagenversorgung aussieht. Ich brauch jedenfalls mehr als nur die (blaue) Sportsohleneinlage, weil die für die flachen Alltagsschuhe ungeeignet ist.

** neuer Arbeitsplatz macht Spaß, ich versuche, mehr Struktur hineinzubringen, Checklisten zu benutzen, so wie ich es früher auch immer gemacht habe. Von der Lautstärke her ist es weit weniger schlimm als erwartet, aber das Wetter war bisher auch sehr ruhig. Ein besseres Headset, was die Ohren komplett umschließt (so wie es Piloten benutzen), werd ich noch anfordern. Am schwierigsten sind Situationen, wenn ich telefonieren muss und nebenan brüllt einer ins Telefon. Fachlich komm ich aber klar, da hab ich kaum Bedenken.

Update, 18.04., eher nicht so rosig der MRT-Befund. Deutliches Knochenmarködem unter dem Sesambein… so oder so lange Sportpause, ich hoffe nur, dass ich nicht komplett ruhigstellen muss. Aber mein lang geplanter Slowakei-Urlaub Mitte Juni ist gefährdet, und überhaupt, nach Ostern hab ich endlich wieder mehrere Tage in Folge frei, und weiß mit dieser Zeit jetzt überhaupt nichts anzufangen. Mir wird sicher vorgeschlagen, auf Schwimmen umzusteigen, aber das hab ich leider verlernt und war noch nie meines, alleine schon gar nicht. Radfahren weiß ich nicht, ob sinnvoll ist, beim in die Pedale treten … kann sämtliche Wanderplane bis zum Sommer in die Tonne treten.

Die Folgewirkungen sind das Problem. Weniger Sport heißt mehr Rückenbeschwerden, heißt unausgeglichen, dass ich Stress nicht abreagieren kann, wie die Geräusche in der Wohnung oder stressige Dienste. Und die Bewegung brauch ich langfristig wegen meiner Osteopenie, dem Nierensteinrisiko, etc… das ist meine Lebensversicherung, gerade mit dem Schichtdienst. Leider hab ich ausgerechnet die nächsten Tage sehr wenig Freizeit, um das alles zu verdauen und zu akzeptieren, dass das Jahr 2019 für die Fische ist.

*Update, 18.4., ich übernachte ab sofort auswärts.

Update, 19.4., hatte wenigstens fünf Stunden Schlaf bei einer Bekannten, die mir spontan einen Platz angeboten hat. So eine Situation hatte ich in 35 Jahren noch nie, dass ich nur 2 Wochen nach dem Umzug nicht in der eigenen Wohnung schlafen kann. Würde am liebsten sofort ausziehen, leider völlig utopisch, zeitlich, von den Kräften her, von der Gesundheit, organisatorisch.

Drahtseilakt der Psyche

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Vor vier Wochen hab ich schon befürchtet, dass ich das mental nicht packen werde, wenn ich so oft unterwegs bin und dann gleich weitermachen. Jetzt ist die Befürchtung eingetroffen, weil – wie so oft – mehrere Faktoren zusammenkommen…

Zum Einen lief die Übergabe schief, der Vermieter hat mich um mehrere hundert Euro betrogen (Beitrag auf meinem anderen Blog – geschützt, Anfrage PW via Kontaktadresse möglich). Das war ein Schlag in die Magengrube, den ich nicht verdauen konnte, weil gleich danach der Umzug stattfand und große Einkäufe betreffend Möbel. Dann hatte ich genau einen Tag Zeit, bis ich wieder packen musste für eine Woche Dienstreise zurück an den Ort, wo das Trauma passierte. Die Dienste waren zwar nicht sehr anstrengend, aber einfach zu viel, die Erschöpfung zu groß. Dann misslang noch ein Schuhkauf, wo ich mich auf eine Twitterempfehlung verlassen hatte und dann den Schuh nach Reklamation nicht mehr zurückgeben konnte mit fadenscheiniger Begründung. Jetzt hatte ich teure Halbschuhe, die an den Fersen rieben mit und ohne Einlagen. Ich kam bisher nicht dazu, mir weitere Einlagen machen zu lassen. In den leichten Wanderschuhen, wo die Einlagen passen, konnte ich erst zwei fast schmerzfreie Touren machen, inzwischen schmerzt die Stelle am Fuß mit Einlagen genauso wie vorher ohne. Continue reading