Vollzeitautist.

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In ihrem Blogartikel zum Welt-Autismus-Tag über mangelnde Barrierefreiheit für Autisten schrieb elodiyla diese Zeilen:

Der größte Teil der Autisten ist arbeitslos. Wahrscheinlich, weil sie an Bewerbungsgesprächen und sozialen Strukturen scheitern. Die Barrieren in den Köpfen der anderen hindert sie daran, ihre Produktivität einsetzen zu können. Doch zu viele Menschen glauben, dass jemand, der im Alltag viele Schwierigkeiten hat, keine komplexe Aufgaben lösen kann.

Ich erlebe diesen vermeintlichen Widerspruch selbst und er hemmt mich dabei, offen mit meinem Autismus umzugehen. Für Außenstehende ist es nicht nachvollziehbar, wie jemand, der Vollzeit im Schichtdienst arbeitet, im Alltag ein einfaches Telefonat nicht führen kann, nicht mal zu den Nachbarn hingeht, wenn sie zu laut sind, kein Auto fahren will oder kann, obwohl er ständig über die Öffis meckert und seine Einkäufe und Arzttermine andauernde verschiebt. Wie passt das zu beruflichen Höchstleistungen?

Strukturen, klare Regeln und nichts Unvorhergesehenes

Im Beruf helfen klare Strukturen, Checklisten und eindeutige Anweisungen, ebenso feste Ansprechpartner und möglichst viel schriftliche Aufzeichnungen bzw. Schriftverkehr. In meiner Arbeit bereite ich mich immer gewissenhaft und akribisch vor und kann auf diese Weise selten überrascht werden. Anrufe sind ausschließlich fachbezogen, hier kann ich aus meinem Wissen und Erfahrungen schöpfen. Ein unangekündigtes Mittagessen mit einem Kollegen einer anderen Abteilung kann mich dagegen schon aus der Bahn werfen, wenn ich in die Smalltalkfalle tappe und zu viel Privates preisgebe oder zu negativ klinge, ohne auszuführen, warum ich das so empfinde.

Der Alltag bietet dagegen ein Minenfeld an unvorhersehbaren Situationen. Das erzeugt schon vorab Stress. Dieser macht krank und bringt auf Dauer um, Autisten häufiger als Nichtautisten. Denn Autismus heißt chronischer Stress, außer man ist zufrieden mit der Einsamkeit und kann sich in einer Selbstversorgerhütte im Wald oder in den Bergen niederlassen. Aber das sind eher die Ausnahmen. Deswegen ist es wichtig, Barrieren abzubauen, ohne fragwürdige Therapien, ohne Medikamente. Sich auf Autismus einlassen, zuhören, Fragen stellen. Verständnis gewinnen. Auf beiden Seiten übrigens.

Chronischer Stress fordert seinen Tribut

Ich mache meine Arbeit gerne. Es gibt für die meisten Situationen klare Regeln und freie Gestaltung. Das war in früheren Jobs nicht immer so. Als Autist denke ich anders und nehme anders wahr und so unterscheiden sich meine Arbeitsweisen vom Durchschnitt. Das trifft nicht immer auf Verständnis. Der jetzige Job ist durchaus fordernd. 12-Stunden-Schichten, sehr frühes Aufstehen, Sozial- und Kundenkontakte, viele Telefonate, Smalltalk-Fallen, hohe Verantwortungen und knifflige Entscheidungen alleine treffen. Wer mich in der Arbeit antrifft und gerade nicht Smalltalk führt, sieht keinen Autisten vor sich, er merkt es nicht. Ich kompensiere nahezu perfekt. Doch hat die Kompensation einen hohen Preis: Ich bin dann nach der Arbeit und an freien Tagen erschöpft. Mir fehlen die Löffel für Alltagsanforderungen. Obwohl ich viel frei habe und genügend Zeit hätte, Alltagserledigungen umzusetzen.

Private Telefonate

Ich bevorzuge schriftliche Reaktionen. Telefonanrufe treffen mich oft unvorbereitet. Ich hebe selten ab, weil ich meist unterwegs angerufen werde und aufgrund meiner Reizfilterschwäche akustisch wenig mitbekomme. Überdies kann ich mir Gesprächsinhalte aufgrund meines schlechten Kurzzeitgedächtnisses dann schwer merken. Ich müsste Notizen machen, was unterwegs nicht geht.

Nachbarlärm

Im Kopf ist alles perfekt formuliert, doch bringe ich keinen geraden Satz heraus. So wie früher im Schulunterricht oder im Studium, wenn ich die Antworten oder Fragen parat hatte, aber zu lange brauchte, bis ich mich meldete, und das Thema schon wieder beendet oder jemand anders schneller als ich war. Meist stört mich der Lärm auch dann am meisten, wenn ich ohnehin schon völlig überreizt oder übermüdet bin. Dann gelingt das Sprechen noch weniger. Nebenbei ärgert mich maßlos, dass ich zum Bittsteller bei den Lärmverursachern werde, denn es sollte umgekehrt sein: Derjenige, der außerhalb der Ruhezeiten und untertags in unangemessenem Ausmaß Lärm verursacht, sollte nachfragen, ob das in Ordnung ist oder zumindest informieren, zu welchen Zeiten es laut werden kann. Diese Selbstverständlichkeit habe ich aber noch nirgends erlebt. Von Autisten wird in vielen Situationen bedingungsloses Anpassen erwartet, aber umgekehrt verhalten sich Nichtautisten schamlos und sanktionslos nicht an die Regeln des Miteinanders.

Verkehrslärm und Einkaufshölle

Reizüberflutung ist immanent. Als ich von Wien nach Salzburg zog, dachte ich naiverweise, dass das hohe Verkehrsaufkommen jetzt nicht mehr das Thema sein würde. Weit gefehlt. Ganzjährig viele Staus, chronisch überlastete Hauptverkehrsstraßen, damit verspätete Busse, die ohnehin in inadäquaten Intervallen fahren, wenn man bedenkt, wie viele Touristen und Pendler aus dem Umland nach Salzburg fahren und durchfahren. Es gibt nur wenige Bushäuschen und noch weniger Anzeigen, wann der nächste Bus kommt. Der Autoverkehr rauscht vorbei, dann kommen teilweise überfüllte Busse mit ruckartigen Anfahr- und Bremsmanövern, von denen mir übel wird. Größere Supermärkte befinden sich alle in Einkaufszentren. Menschenmassen, Hintergrundmusik, Werbung in den Lebensmittelgeschäften mit erhöhter Lautstärke. Krönung dabei ist Kinderstimmenwerbung. In den Einkaufszentren selbst kann man nirgends mal stehen bleiben, weil man überall jemandem im Weg steht. Man wird berührt, selbst wenn genug Platz wäre, vorbeizugehen. Für Extrawünsche muss ich an den Stadtrand oder so weit außerhalb, dass ich rational gesehen ein Auto bräuchte. Eine Stunde Anfahrt für ein Geschäft, bei dem ich möglicherweise nicht das bekomme, was ich suche, weil es keinen (vernünftigen) Online-Shop gibt, wo ich vorher nachschauen kann. Dringende Einkäufe verschieben sich oft tagelang, manchmal wochenlang, weil ich es keine fünf Minuten in diesen Läden aushalte.

Autofahren

  • “Du hast doch die Berge vor der Tür!”
  • “Es gibt so viele Seen im Umkreis von Salzburg.”
  • “Du bist schnell mal in den Bergen.”

Vieles trifft leider nur dann zu, wenn man ein Auto hat. Etliche Gipfel in der nahen Osterhorngruppe sind z.B. nur mit dem Auto erreichbar, wenn man noch so aufbrechen will, dass man nicht in der Nachmittagshitze aufsteigt und bei Mondschein absteigt. Noch ärger ist es mit den Bayrischen Alpen. Bis etwa Kufstein gibt es noch halbwegs vernünftige Zugs- und Busanbindungen, weiter westwärts ist es eine halbe Weltreise. Ins Loferer Land gibt es zu wenig Busse, die Züge fahren übers Salzachtal einen riesen Umweg. Das Gleiche trifft auf das östliche Seengebiet zu. Öfter hat man nur Minuten Umstiegszeiten, zu knapp bei den ständigen Verspätungen der Railjets Richtung Wien.

Warum ich seit 12 Jahren kein Auto mehr fahre, ist für Außenstehende oft unverständlich. Übrig bleibt bei derlei Diskussionen oft ein lähmendes Schweigen à la “naja, selbst Schuld, wenn Du kein Auto fährst, du hättest ja alles vor der Tür.”

Vorteile:

  • nicht mehr angewiesen auf den katastrophalen Öffiverkehr
  • zahlreiche Fachgeschäfte und Supermärkte erreichbar, die sich in Salzburg leider alle außerhalb befinden
  • freie Auswahl und kein Zeitdruck mehr, was Wandertouren betrifft, auch bei Schlechtwetter

Herausforderungen:

  • hohes Stresslevel vor und während dem Fahren, wegen dichtem Verkehr, Drängeln, Hupen, andere Verkehrsteilnehmer (Radfahrer, schlecht zu sehende Fußgänger)
  • Nachtfahrten schwierig, weil mich Gegenlicht extrem blendet
  • extrem schwitzige Hände am Steuer

Mangels Routine müsste ich zwingend Fahrstunden nehmen. Weil aber bereits diese erhöhten Stress erzeugen, bräuchte ich wohl ein paar Wochen frei, nur um im ausgeruhten Zustand das Autofahren wieder zu erlernen. Und dann bleiben technische Hindernisse wie Autokauf, in meiner engen Tiefgarage rangieren, Versicherungen und das ganze Drum herum, was wieder viel persönlichen Kontakt und Telefonate erfordert. Eine Mammutaufgabe, für die mir ohne diese paar Wochen frei die Löffel fehlen.

Dies alles in eine Antwort in einem direkten Gespräch unterzubringen, ist für mich unmöglich und so bleibt beim Gegenüber das diffuse Gefühl zurück, dass da jemand am Jammern sei, obwohl es doch so eine leichte Möglichkeit gäbe, alle Probleme zu lösen.

Ich kann hier nur für mich sprechen, denn ich kenne viele Autistinnen und Autisten, die keine Probleme mit dem Autofahren haben, die gerne fahren und damit Stresszustände abbauen. Das hängt sicherlich viel vom Wohnort ab. Wenn ich weiter zuhause wohnen würde, käme ich ohne Auto auch an keine Arbeitsstelle und hätte von Beginn an einen anderen Zugang gehabt. Ich musste damals keinen Zivildienst machen. Während dem Studium in Innsbruck und in Wien generell hab ich das Auto nicht gebraucht.

Die sehr geschätzte Sarinijha fasste das Dilemma treffend zusammen:

Das sehen viele Menschen halt leider nicht. Sie sehen nur, dass es AN EINER Stelle funktioniert und gehen automatisch davon aus, dass es AN JEDER Stelle klappen müsste.

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8 thoughts on “Vollzeitautist.

  1. Sarinijha 9. April 2018 / 11:21

    Ich gehöre ja tatsächlich zu den Menschen, die gerne mit dem Auto fahren; allerdings fahre ich ausschließlich Automatik. Momentan kann ich mir kein Auto leisten und nutze die öffentlichen Verkehrsmittel, aber diese stressen mich deutlich mehr als das Autofahren. Vor allem aufgrund der vielen Menschen und der ständigen Verspätungen. Du sprichst aber einen Punkt an, der mich selbst beim Autofahren auch extrem stört: Manche Autofahrer. Vor allem diese, die hinter mir fahren und mich bedrängen, obwohl ich bereits die angebene Höchstgeschwindigkeit oder gar schneller unterwegs bin. Besonders arg empfinde ich das bei Fahrten in Dunkelheit und womöglich noch bei Regen, wenn einen die Lichter dann im Rückspiegel blenden. Mir wird, gerade wenn ich bei meiner Oma bin, auch immer wieder angeboten einen Schaltwagen auszuleihen – aber ich kann halt nur Automatik fahren. Ich habe zwar ursprünglich das Fahren mit Schaltung und Kupplung gelernt, hatte aber bereits in der Fahrschule meine Probleme damit. Hier stehe ich inzwischen vor der gleichen Hürde wie Du: Ich müsste zurück zur Fahrschule und das Fahren mit Schaltung und Kupplung erneut lernen. Dazu fehlen mir aber sowohl die Finanzen als auch die erforderliche Energie; und ich habe auch Zweifel, ob ich ohne Automatik überhaupt zurechtkomme. Das alles einem Menschen innerhalb weniger Sekunden oder Minuten zu erklären – Unmöglich!

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  2. JanJan 9. April 2018 / 23:01

    Der Beitrag spricht mir aus der Seele, danke dafür, fast in allem kann ich mich wiederfinden. Ich würde gerne einiges machen, schaffe es aber einfach nicht, weil ich es nicht aushalten kann. Einkaufen, ein Horror, allein schon durch die ständige Hintergrundmusik bin ich völlig überfordert, dazu die Menschen. Auto fahren, klar, mache ich EIGENTLICH sehr gerne… So lange ich mal alleine auf der Strasse bin. Ein Telefonat führen, einfach mal im Restaurant sitzen und das genießen können… Behördengänge.. Keine Ahnung wieviele Anläufe ich dafür jedes mal brauche… Fakt ist, ohne meinen Mann würde ich gar nichts auf die Reihe kriegen. Irgendwie ist nichts wirklich möglich. Und fühlt man sich dabei nicht auch noch jedes mal ein bisschen schuldig, dem Partner gegenüber, sich selbst gegenüber.. Mal wieder versagt zu haben?
    Das einzige wofür ich wohl geeignet bin… Die einsame Waldhütte…
    Und… All das ist so schrecklich ermüdend… Keine Energie mehr…

    Liked by 1 person

  3. JanJan 9. April 2018 / 23:03

    Reblogged this on Blickpunkt – Die Freiheit des Denkens and commented:
    Der Beitrag spricht mir aus der Seele, danke dafür, fast in allem kann ich mich wiederfinden. Ich würde gerne einiges machen, schaffe es aber einfach nicht, weil ich es nicht aushalten kann. Einkaufen, ein Horror, allein schon durch die ständige Hintergrundmusik bin ich völlig überfordert, dazu die Menschen. Auto fahren, klar, mache ich EIGENTLICH sehr gerne… So lange ich mal alleine auf der Strasse bin. Ein Telefonat führen, einfach mal im Restaurant sitzen und das genießen können… Behördengänge.. Keine Ahnung wieviele Anläufe ich dafür jedes mal brauche… Fakt ist, ohne meinen Mann würde ich gar nichts auf die Reihe kriegen. Irgendwie ist nichts wirklich möglich. Und fühlt man sich dabei nicht auch noch jedes mal ein bisschen schuldig, dem Partner gegenüber, sich selbst gegenüber.. Mal wieder versagt zu haben?
    Das einzige wofür ich wohl geeignet bin… Die einsame Waldhütte…
    Und… All das ist so schrecklich ermüdend… Keine Energie mehr…

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  4. autistanbord 10. April 2018 / 11:52

    Toller Artikel, dem ich mich so gut wie uneingeschränkt anschließen kann.

    Eine Ergänzung, die vielleicht für manche interessant sein kann: Ich bin Autist und Arbeitgeber. Ich beschäftige auch (u.a.) Autisten. Wenn mir jemand im Vorstellungsgespräch sofort was von seinem Autismus erzählt, werde ich hellhörig. Ich frage dann sehr genau nach, sowohl nach Diagnose: Wann, wo, gibt es das schriftlich? Als auch nach Details: Was bedeutet das für Ihre Arbeit hier genau? Was wäre Ihnen für den Arbeitsplatz wichtig? Beschreiben Sie mir die Situationen, die Ihnen am schwersten fallen – haben Sie Ideen, wie man das vermeiden kann?

    Leider, leider, leider stellte sich im Lauf der Jahre heraus: Der klare Großteil derer, die „offensiv“ mit „ihrem Autismus“ umgehen,sind keine Autisten. Mal ist es eine Selbstdiagnose, mal war es der Nachbar oder irgendein Bekannter, der der Meinung ist, und das einzige, was im zweiten Bereich kommt ist dann eine Variante von: „Ich kann nicht höflich sein und sage was ich denke, das muss mal halt so hinnehmen, weil ich bin so.“

    Ich fürchte, dass es uns schon auch gerade diese Leute auf dem Arbeitsmarkt schwer machen, da sie ein bestimmtes Bild bei den Arbeitgebern vermitteln und auch verankern und immer wieder bestärken…

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    • Forscher 10. April 2018 / 12:14

      Ich glaub darüber blogge ich auch mal, dass die Diagnose kein Persilschein ist, um sich wie ein Oasch zu verhalten. Darüberhinaus schockiert mich, wie man nur auf den Gedanken kommt, ohne Diagnose um Nachsicht zu bitten. Ich bin jetzt kein strikter Verfechter von Fachdiagnosen, aber in Punkto Arbeit(geber) sollte sowas sattelfest sein, nicht, dass unangenehme Nachfragen kommen. Danke für Deine Antwort.

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      • autistanbord 10. April 2018 / 13:46

        Ich sehe es so: wenn jemand auf mich zukommt und sagt: Ich habe keine Diagnose, aber ich vermute das bei mir – und tatsächlich Autismus vorliegt – dann kann mir diese Person mehr sagen als „Ich kann nicht höflich sein“. Wenn auf die Frage Sachen kommen wie flackerndes Licht, Geräuschpegel, Verhältnis Arbeitsplatz/Fenster, oder auch Sachen wie „Ich kann schlecht schnell zwischen unterschiedlichen Arbeiten wechseln“ (oder die Sache mit dem Telefon – bei mir persönlich ist es ja genau umgekehrt, aber dass das bei vielen anders ist, ist schließlich bekannt…) , ist das aus meiner Sicht kein Problem. Nur kann ich leider die Male, die irgendetwas in der Richtung kam, in über 10 Jahren, an einer Hand abzählen (und noch Finger übrighaben).

        Mein Eindruck ist, dass die, die die Anpassungen bräuchten, sich oft nichts sagen trauen, bzw. versuchen so gut wie möglich ohne zurechtzukommen, gleichzeitig aber ein bestimmter Menschenschlag „Autismus“ als Freifahrschein für sich entdeckt hat, und damit dann auch massiv „hausieren“ geht, wie man so sagt. Was wiederum uns allen schadet, denn ich kann mir auch gut vorstellen, was mein Eindruck daraus wäre, wenn ich nicht selbst Autist wäre.

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      • Forscher 10. April 2018 / 12:50

        “Mein Eindruck ist, dass die, die die Anpassungen bräuchten, sich oft nichts sagen trauen, bzw. versuchen so gut wie möglich ohne zurechtzukommen.” Den Eindruck hab ich auch. Das kann dann bis zur Selbstaufgabe gehen, was schade ist, denn manchmal geht es eben nicht anders. Ich habe mich bei den letzten beiden Jobs erst nach ca. 2 Monaten geoutet, als ich merkte, dass es es so viele Missverständnisse und Situationen mit Reizüberflutung gab, dass der Job gefährdet war. Im Bewerbungsgespräch selbst hab ich nichts gesagt und würde auch davon abraten, außer jemand wie Du fragt gezielt nach und man kann dann konkrete Situationen benennen, wo es eine Rolle spielt, aber zugleich die Kernaufgaben des Jobs nicht beeinträchtigt. Meist weiß man aber erst hinterher, wo es Probleme gibt. Da wäre es ein Nachteil, schon vorzeitig “die Pferde scheu zu machen”.

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      • autistanbord 10. April 2018 / 14:11

        ich frage auch nicht von selbst danach im Vorstellungsgespräch – das darf ich gar nicht (Ich weiß nicht, wie das auf eurer Seite der Grenze ist?). Wenn der Bewerber es aber von selbst aufbringt, wird nachgefragt.

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