Karriere-Standard, 12.11.16: Richtigstellung!

Besonders gelungen empfinde ich den Text von Martin Jan Stapanek auf Futurezone, der die Veranstaltung von Specialisterne & Anecon am Dienstag, 8.11., zusammengefasst hat.  Nicht so gelungen ist der Absatz über mich, der im Karriere-Standard vom 12.11.16 erschien. Ich möchte für jene, die meinen Blog finden, folgendes klarstellen:

Meine Aussagen über Lärmempfindlichkeit, viele Erholungspausen und „Probleme, auf andere Kollegen zuzugehen“ bezogen sich auf die Frage, warum Autisten das Studium schwerfällt. Ich bezog mich ausdrücklich nicht auf meinen Berufsalltag. Zudem erwähnte ich zu allen Schwierigkeiten, die ich im Anschluss an diese Frage im Hinblick auf den Berufsalltag nannte, mögliche Lösungswege. Die Veranstaltung stand unter dem Licht autistischer Stärken, nicht Schwächen, was im restlichen Text von der Redakteurin ja auch deutlich gemacht wird.

Es macht übrigens auch einen wesentlichen Unterschied, ob man alleine in eine Ausbildung, Studium oder Beruf eintritt, und niemanden kennt, oder ob man in ein Umfeld kommt, wo bereits vertraute Menschen sind. Letzteres war bei mir bisher immer der Fall. Nachdem ich mehrere Jahre 100 % Schichtdienst gearbeitet habe, und dies sicherlich fordernd ist, kann ich dennoch sagen, dass es machbar ist. Das hängt nicht nur von der Dauer des Dienstes, sondern auch von Organisation und Atmosphäre ab.

Meine Absicht bei dieser Veranstaltung war, lösungsorientiert zu argumentieren und nicht die Schwächen alleine stehen zu lassen, wie es jetzt leider in der Print-Ausgabe geschehen ist.

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2 Gedanken zu “Karriere-Standard, 12.11.16: Richtigstellung!

  1. Atari-Frosch 12. November 2016 / 22:28

    Nachdem ich mehrere Jahre 100 % Schichtdienst gearbeitet habe, und dies sicherlich fordernd ist, kann ich dennoch sagen, dass es machbar ist.

    Das finde ich etwas zu pauschal. Ob das jemand im Spektrum Schichtdienst durchhält oder nicht, hängt sicher stark vom Einzelnen ab. Die Einschränkungen, denen wir unterliegen, können ja unterschiedlich sein. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, in Wechselschichten zu arbeiten.

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    • Forscher 12. November 2016 / 22:32

      Ich sage, dass es machbar ist, weder, dass es unmöglich ist noch für alle machbar ist. Es ist auch für viele Nichtautisten unvorstellbar, in Wechselschichten zu arbeiten. Es betrifft jetzt aber nicht so viele Berufszweige, wo das notwendig ist und auf lange Sicht gesehen ist Schichtarbeit für niemanden gesund, weil es gegen den Tagesrhythmus geht.

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